VTG

Quantensprung für die Schienenlogistik.

Harte Arbeit, Stahl und Stellwerke: Der Waggonhersteller und -verleiher VTG arbeitet in einer bislang stark analog geprägten Branche. Um das Potenzial der Digitalisierung auf die Geschäftsprozesse des Unternehmens anzuwenden und seinen Kunden zusätzliche Services bieten zu können, startet VTG mehrere große B2B-Digitalisierungsinitiativen und stellt damit die Weichen für die Revolutionierung einer ganzen Branche. Eine Paradeaufgabe für Cellular als Strategie- und Technologiepartner.

Kunde

VTG

Projekt

Buchungs- und Analyseplattform, App

Branche

Logistik


Vermietungsgeschäft als "Black Box"

Als Hersteller und Vermieter von 95.000 Eisenbahnwagen managt VTG die größte private Flotte in Europa. Dabei bewegt sich das Hamburger Unternehmen in einer weitgehend analogen Welt, die gleichzeitig höchste Anforderungen an Sicherheit, Zuverlässigkeit und Qualität hat. Ist ein Waggon einmal vermietet, fehlen VTG jegliche Informationen über Belastung, Nutzung, Wegstrecken oder Zustand des Wagens. Anders als etwa bei einem Autovermieter handelt es sich in der Schienenlogistik um Langfristgeschäfte: Die Waggons werden auf Jahre an herstellende Unternehmen und Logistiker vermietet. Um ein vorausschauendes und effizientes Flottenmanagement zu gewährleisten, sind regelmäßige Updates über die vermieteten Objekte sowie ein Tracking unerlässlich. Zusätzlich ist es in diesem Geschäftsmodell herausfordernd, eine aktive Kundenbeziehung über den Vermietungsprozess hinaus zu gestalten.

Kerngeschäftsprozesse im Flottenmanagement digitalisiert

Bestes Flottenmanagement dank Digitalisierung

Zusammen mit einem IoT-Partner aus Zürich entwickelt VTG Hardware, welche die Digitalisierung der Schienenlogistik auf Basis von Big Data ermöglicht. Betrieben über Solarstrom und ausgestattet mit verschiedenen Sensoren erhält jeder der 95.000 Waggons über sogenannte Konnektoren eine „Unique ID“. Mithilfe von Bewegungs-, Erschütterungs- oder Temperatursensoren hat VTG jetzt nicht nur einen genauen Überblick über die Beanspruchung, den Standort oder den Zustand seiner Flotte, auch kann das Unternehmen beispielsweise auf Basis neuer Daten sogenannte „Predictive Maintenance“-Szenarien erstellen, also Wartung und Reparatur vorausschauend planen.

An dieser Schnittstelle setzt die Arbeit von Cellular an. Auf Basis der nun verfügbaren Daten analysieren wir alle Kerngeschäftsprozesse entlang der Vermietung von Güterwaggons und designen mithilfe digitaler Technologien sowie Design-Thinking-Prozessen neue Services. Im Mittelpunkt stehen dabei die Vorteile für die VTG-Kunden, genauso wie ein State-of-the-Art-Design, so dass wir eine intuitive Softwarenutzung aus der App-Welt in Geschäftsprozesse eines europäischen Logistikriesen überführen.

Das Ergebnis sind unterschiedliche digitale Services, die in der neuen VTG-Plattform traigo, eine innovative Buchungs- und Analyseplattform, zentral gebündelt und sukzessive um neue Services erweitert werden. Sie bildet die Daten ab, die mithilfe der Waggon-Konnektoren gesammelt werden. VTG kann seine Flotte mit ihr nicht nur effizienter und serviceorientierter managen, das Unternehmen ist jetzt auch in der Lage, seinen Kunden datenbasierte neue Services zu bieten und damit neue Geschäftsmodelle zu erproben.

Weiteres Ergebnis unserer intensiven Analyse- und Beratungsphase: eine App für die Prozessdigitalisierung der Waggonabnahme. Diese ermöglicht es VTG, die – bisher sehr zeitintensive und aufwendige – Abnahme sowohl auf VTG- als auch auf Kundenseite erheblich zu verkürzen. Ein Effizienzgewinn für beide Seiten also.

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