Wir wollen eine Diskussion in Deutschland führen

Im Gespräch mit Claudia Oeking Geschäftsführerin Philip Morris

Philip Morris glaubt an eine rauchfreie Zukunft

Claudia Oeking ist seit August 2019 ein Mitglied in der Geschäftsführung bei Philip Morris, dem weltweit führenden Tabakunternehmen. In der Verwaltungszentrale am Standort München leitet sie den Geschäftsbereich External Affairs und kümmert sich um die Themen Politik und Kommunikation.

Oeking ist aber auch schon seit 2013 im Unternehmen tätig. In den vergangenen Jahren leitete sie bereits Unterabteilungen ihres jetzigen Bereiches. Zuletzt betreute sie als Director External Affairs Innovation im schweizerischen Lausanne internationale Projekte.

Panos Meyer ist aufgrund der internationalen Anti-Rauch-Kampagne "Unsmoke - hör auf" auf Philip Morris und Oeking als spannende Gesprächspartnerin für seinen Podcast aufmerksam geworden.

Die Kampagne ist im September 2019 gestartet und vermittelt die Botschaft: Wer nicht raucht, sollte nicht anfangen. Wer raucht, sollte aufhören. Wer nicht aufhört, sollte wechseln. In Deutschland möchte das Unternehmen dazu einen öffentlichen Dialog anstoßen. "Wir wollen am liebsten streiten und diskutieren", sagt Oeking.

Wir wollen eine Diskussion in Deutschland führen.

Das Wichtigste sei zwar, dafür zu sorgen, dass Nichtraucher gar nicht erst in Versuchung kommen, sich eine Zigarette anzustecken. Doch es gehe auch darum, bestehende Raucher so weit zu erreichen, dass sie ihren Konsum hinterfragen und über Alternativen nachdenken.

Claudia Oeking: "Wir wollen, dass es den Marlboro-Mann nicht mehr gibt"

Deshalb hat Philip Moris auch schon seit mehreren Jahren nicht mehr für die Zigarette geworben. "Wir wollen, dass es den Marlboro-Mann nicht mehr gibt", sagt Oeking.

Teil der Unternehmenskultur sei es ohnehin immer gewesen, so verantwortungsvoll wie möglich mit Produkten wie der Zigarette umzugehen.

Sie hat Philip Morris groß gemacht, "aber am Ende des Tages tötet sie auch Menschen." Der Tabakkonzern packt das Problem deshalb ganzheitlich an, indem es das Produkt ändert.

Von der Zigarette zum Iqos

Die Zigarette steht vor allem auch für Geselligkeit, für ein schönes Miteinander. Im besten Fall, so Oeking, hätte Philip Morris deshalb ein Produkt erfinden müssen, das genau wie eine Zigarette aussieht, aber den Tabak nicht verbrennt.

Das ist nämlich das Problem beim Rauchen: Wenn man sich eine Zigarette anzündet, verbrennen die organischen Tabakstoffe und setzen etliche Schadstoffe frei. "Aber die Produkte weniger schädlich zu machen, hilft nur etwas, wenn der Raucher auch weiterhin das bekommt, was er mag."

Das sei neben der Geselligkeit auch, etwa den Zigarettenfilter im Mund zu spüren. Die Gestik und Haptik einer Zigarette lasse sich schwer ersetzen, und das kann auch der elektronische Tabakerhitzer Iqos nicht. Trotzdem hat Philip Morris mit ihm eine echte Alternative etabliert.

"Wir sind immer noch das selbe Unternehmen, aber mit einer Alternative zur schädlichen Zigarette", sagt Oeking. Und die Anti-Rauch-Kampagne "Unsmoke - hör auf" sei ein weiterer Schritt auf dem Weg in eine rauchfreie Zukunft, an die Philip Morris fest glaubt.

Wie Philip Moris den Prozess von der Zigarette zum Iqos vor 15 Jahren angestoßen hat, wie das Unternehmen hartnäckige Raucher erreichen will und welchen Einfluss die sich stark verändernde Mobilität auf das Rauchen nimmt, erfährst du in der neuen Folge des "Behind The Screens"-Podcast, den du hier auf Soundcloud, iTunes oder Spotify direkt und kostenlos anhören kannst.