Marken und Daten sind zentrale Treiber neuer Geschäftsmodelle

Im Gespräch mit Jochen Lang, Geschäftsführer bei myTischtennis, ehemaliger Tischtennis Nationalspieler

Marken und Daten sind zentrale Treiber neuer Geschäftsmodelle

Jochen Lang ist ehemaliger Tischtennis-Nationalspieler und hat eine lange Sportkarriere hinter sich – natürlich im Tischtennis, aber auch im normalen Tennis.

2005 erkannte er, welches Potenzial die Digitalisierung mit sich bringt und fand gleichzeitig heraus, dass viele Tischtennisspieler unheimlich online affin sind. Also starte er fünf Jahre später die Premium-Website MyTischtennis.de.

Die Digitalisierung hat unser Leben komplett verändert. Wer sich über seine Lieblingssportart informieren will, tut das mittlerweile viel häufiger über das Internet als die Tageszeitung. Das gilt vor allem für junge Leute.

Der Kicker im Büro wird bald harte Konkurrenz von der Tischtennisplatte bekommen.

Lang ist der Meinung, dass es heute deshalb keine Alternative zu einer gut betriebenen Website gibt, wenn ein Breitensport nicht von der Bildfläche verschwinden soll. Auf MyTischtennis.de berichten er und sein Team zu allen Themen des Tischtennis. Es gibt auch Zahlen und Fakten rund um das eigene Spiel zu entdecken.

Die Grundlagen-Investitionen hatten im Kern dabei die Optimierung der bestehenden Prozesse, aber auch das Zusammenführen von Stakeholdern zur Aufgabe. Mit Stakeholdern sind Interessensgruppen gemeint, welche von der Tätigkeit von MyTischtennis.de direkt oder indirekt betroffen sind.

Denn Sportorganisationen sind oft eingetragene Vereine, die ohne Gewinnerzielungsabsicht agieren. Umso schwieriger gestaltet sich auch die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und die damit verbundenen Änderungen bei Prozessen und Abläufen.

Jochen Lang: „Wir wollen jüngere Zielgruppen erreichen“

Digitalisierung kann aus Sicht von Lang aber helfen, eben eine jüngere Zielgruppe zu erreichen. Verbände stehen heute genau vor dieser Herausforderung: Auf der einen Seite wollen sie attraktive Angebote für aktive Mitglieder bereitstellen, auf der anderen Seite aber auch neue Mitglieder aktivieren.

Bei Verbänden gibt es die mutigen, innovativen und diejenigen, die erstmal abwarten. Das Projekt MyTischtennis.de ist mit vier größeren Verbänden gestartet, was an das große Phänomen aus der freien Wirtschaft erinnert: Einer muss erstmal vorweg gehen und zeigen, was möglich ist, damit die anderen irgendwann mitziehen.

Wie Jochen Lang die ersten Schritte in der Digitalisierung gegangen ist und welche Herausforderungen dabei zu meistern waren, erfährst du in der neuen Folge des Behind The Screens-Podcast, den du hier auf Soundcloud, iTunes oder Spotify direkt und kostenlos anhören kannst.