Busfahren ist sexy!
Im Gespräch mit Daniel Krauss

Knapp 140 Millionen Gäste hat Daniel Krauss bereits mit seinem Unternehmen transportiert, denn er ist der Gründer und Chief Information Officer von FlixMobility, dem Unternehmen hinter FlixBus. Seine Mission: Bus fahren wieder sexy machen. Denn bei Vielen ist das Thema durch schlechte Erinnerungen - z.B. aus der Schulzeit - noch negativ konnotiert.

Mit Besonderheiten wie WLAN, Snacks, netten Fahrern und Steckdosen haben es Daniel Kraus und seine Mitarbeiter nicht nur geschafft, die Digitalisierung effektiv für sich und sein Unternehmen einzusetzen, sondern den kompletten Bereich “Bus fahren” wieder positiv aufzuladen, wie er in der neuen Ausgabes meines “Behind The Screens”-Podcast erzählt.

Halb Reiseveranstalter, halb Technologie-Unternehmen

Mittlerweile ist FlixBus auch wegen der eigenen Züge kein reines Bus-Unternehmen mehr. Die Firma hat viel in eigene Technologie investiert und so eine Plattform geschaffen, über die das eigene Abdeckungsnetz besser koordiniert und geplant werden kann, aber auch Themen wie E-Commerce und Marketing abgedeckt werden.

2013 starteten er und seine Mitgründer ganz pragmatisch, nachdem sie feststellten, dass der Kauf eigener Busse zu kostenintensiv war. Stattdessen schrieben sie über 4.000 Busunternehmer in Deutschland an und gingen Klinken putzen. Nach acht Monaten gab es sieben Bus-Betreiber, mit denen FlixBus das erste Streckennetz aufbauen konnte. Ein klassisches E-Commerce-Unternehmen hätte bei der Conversion-Rate wohl nicht weiter gemacht.

“Bei Uns gewinnen Alle!”

Dennoch blieben Krauss und sein Team hartnäckig. Mit Erfolg, der erst nach drei Jahren sichtbar wurde und ohne die Bus-Unternehmen, mit denen FlixBus zusammenarbeitet, nicht möglich gewesen wäre. “Die Unternehmer sollen auch unternehmerisch beteiligt sein, deshalb gehen 70 Prozent des Umsatzes an sie. Am Ende gewinnen alle”, erklärt Daniel das Business-Modell.

Für den unternehmerischen Erfolg müsse man ein Produkt entwickeln, das einen großen Mehrwert für die Kunden hat. Im Falle von FlixBus also günstiges Reisen mit einem gewissen Standard für den Otto-Normal-Reisenden, als auch einen Benefit für die einzelnen Bus-Unternehmer, die so die Möglichkeit haben, ihre Busse voll auszulasten. FlixBus ist in Daniels Augen genauso wie MyTaxi ein gutes Beispiel dafür, wie man alltägliche Dinge durch Digitalisierung besser machen und die alte mit der neuen Welt zusammenführen kann.

Was Busfahrer und Ingenieure gemeinsam haben, welchen Vorteil ein Startup gegenüber einem traditionellen Startup hat und weitere Insights über das Unternehmen FlixBus erzählt Daniel Krauss in der neuen Folge meines Behind The Screens-Podcast.

Hier kannst Du die neue Episode kostenlos auf Soundcloud hören. Auch zu finden bei Apple Podcasts und Spotify.