Panos Meyer
Managing Director
@pame
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Transformation

Schluss mit der Digital-Ignoranz!

Digitalisierung oder Digitale Transformation sind seit Jahren Buzzwords, die man kaum noch hören kann. Kaum ein Unternehmen, das nicht von der Digitalen Transformation betroffen ist. Wir beraten zahlreiche Unternehmen und sprechen mit ihnen über Geschäftsmodelle, über Transformation und Technologien. Und natürlich gibt es in jedem Unternehmen die digitale Speerspitze, das sind in der Umsetzung unsere Peers.

Wie betrifft mich das?

Aber in der Realität gibt es nach wie vor Zahlreiche, die sich die Frage stellen: Wie betrifft mich das? Was hat das mit mir zu tun? Ich kann mich an ein Gespräch mit dem Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens aus der Baubranche erinnern. Aus voller Brust und Überzeugung wird gepoltert, dass diese ganze Digitalisierung kein Thema sei. Kein Mensch braucht Digitalisierung auf dem Bau. Hier wird noch Stein auf Stein gelegt und er hätte jetzt auch mal ein Buch zu dem Thema gelesen und die Sache sei klar: Keine Gefahr!

Alles wird Code

Digitalisierung ist nicht das Smartphone, nicht das Tablett; Digitalisierung wird bald Alles sein: Mein Haus, meine Gesundheit, mein Auto, sämtliche bürokratischen Vorgänge oder wie ein guter Bekannter vor kurzem treffend formulierte: “Alles wird Code”.

Früher oder später erfasst die Digitale Transformation jeden Bereich. Die Frage, die wir uns stellen müssen: Wollen wir gestalten, oder wollen wir denjenigen, die gestalten, hinterherlaufen? Einen anderen Weg gibt es nicht. Vielleicht ist es schon der Begriff “Digitale Transformation”, der so sperrig ist, dass die Betroffenen ihn auf Distanz halten. Was ich nicht sehe, gibt es nicht. Wie kriegen wir Menschen dazu, dass sie aktiv werden? Dass sie Twitter nutzen und zuhören? Dass sie keine Angst vor neuer Hardware und Software haben? Dass sie mitmachen und nicht sagen, dass sie keine Zeit dafür haben. Dass sie Lust haben auf das Neue und bereit sind, jeden Tag zu lernen und sich weiter zu entwickeln?

Digitalisierung ist ein mentaler Change-Prozess

Digitalisierung ist, bevor sie zum Geschäftsmodell wird, ein mentaler Change-Prozess. Deswegen sprechen auch auf einmal plötzlich alle über New Work. Weil die Digitalisierung, weil Twitter, Facebook und Instagram dazu geführt haben, dass Jeder seinen Account kostenlos anlegen kann und Jeder mit 0 Followern startet. Auch Stars. Auch Politiker. Hierarchien werden aufgeweicht — auch dadurch, dass Konzern-Chefs auf Social Media anfass- und greifbar werden und auch “normale” Mitarbeiter zu bekannten Botschaftern ihrer Arbeitgeber aufsteigen können. Die Technik ermöglicht die Veränderung, stattfinden tut sie aber im Kopf.

Da hilft es nicht, eine tolle Agentur für Social Executive Engagement zu beauftragen, die den CEO mal etwas menschlicher machen soll. “Mein Design möge so sein wie das von Apple und der CEO so wie Elon Musk, aber natürlich alles im Rahmen. Und nicht so politisch, und wer antwortet eigentlich im Krisenfall oder um 20.00 Uhr, wenn in San Francisco gerade der Tag beginnt?” Wer das mal live sehen möchte, sollte sich die Tweets von Hannes Ametsreiter (CEO Vodafone) anschauen. Content aus dem Lehrbuch, geliked von den Redakteuren der Agentur und seinem Stab. In der Bio steht: “Vodafone Fan. Und CEO. Es gibt nur eine Richtung — die Zukunft”. Wenn dieser Kanal die Zukunft der digitalen Kommunikation der Wirtschaftselite ist, sehe ich schwarz, aber nicht die Zukunft.

Digitalisierung fängt mit den Köpfen an

Wenn ich dafür werbe, dass wir mehr Digitalisierung wagen sollen, dann meine ich damit vor allem: Hört auf, darüber zu reden, dass wir uns transformieren müssen. Und lasst die Transformation endlich zu. Seid ein Teil davon. Digitalisierung fängt nicht im Kopf an, Digitalisierung fängt mit den Köpfen an. Mit Euch da oben in den Chefetagen, die Ihr dort sitzt und meint, dass das an Euch vorbeigeht, weil Ihr zu alt seid oder sich der Praktikant darum kümmert. Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf her. Entweder Ihr geht als gutes Vorbild voran, oder Ihr geht ganz. Vielleicht weil Ihr abgelöst werdet. Spätestens wenn Euer Unternehmen überflüssig wird, denn: Alles wird Code!

Panos Meyer
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