Thorsten Jonas
Director UX
@dolbydigger
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Virtual Reality

Oculus Go — Virtual Reality für Alle

Ready Player One? Virtuelle Welten wie u.a. von Ernest Cline in seinem Zukunftsroman beschrieben liegen nicht mehr in ferner Zukunft. Wir stehen schon längst an der Schwelle.

Mit der Oculus Go hat Mark Zuckerberg letzte Woche eine VR Brille vorgestellt, die diese Schwelle in jedes Wohnzimmer tragen kann. Und damit ist auch jetzt der Zeitpunkt gekommen, an dem jede Marke und jedes Unternehmen darüber nachdenken muss, wie und wo es in Zukunft in der virtuellen Welt stattfinden kann.

Die Oculus Go ist nicht deswegen so interessant, weil sie technisch das beste Gerät auf dem Markt ist. Denn natürlich kommt sie nicht an den großen Bruder, die Oculus Rift oder die Vive von HTC heran. Muss sie auch nicht, denn sie schlägt die Highperformance-Geschwister auf einem ganz anderen Gebiet:

Ease of Use.

Die Oculus Go ist VR, wie es immer sein sollte. Virtuelle Realitäten werden endlich für jeden einfach zugänglich und halten Einzug auf den Wohnzimmertischen.

Die Oculus Go ist VR, wie es immer sein sollte.

Denn die Oculus Go ist die erste VR-Brille, die auch jeder „Nicht-Nerd” in Betrieb nehmen und bedienen kann, ohne vorher einen Kurs zu besuchen oder ohne das halbe Wohnzimmer mit Kabeln und Sensoren zuzupflastern. Selbst für mich war es das erste VR-Gerät, das ein echtes Plug&Play Erlebnis bietet. Auspacken, anschalten und los.

Dabei ist die verbaute Technologie so gut, dass sie den Vergleich mit anderen nicht zu scheuen braucht oder sogar besser ist. Gleichzeitig lässt die Brille aber auch Dinge weg, die es teurer oder komplizierter gemacht hätten.

Neben dem sehr einfachen Start – die Inbetriebnahme ist tatsächlich kinderleicht — ist auch die Benutzung einfach und intuitiv. Ich habe die Oculus Go hier bei CELLULAR vielen Kollegen aufgesetzt und ausnahmslos jedes Mal feststellen können, wie jeder sofort mit der Bedienung zurechtgekommen ist — gerade auch die Personen, die vorher noch keine großen Erfahrungen im Bereich VR gemacht habe.

Mehr als drei Sätze Erklärung habe ich bei niemandem gebraucht. Der mitgelieferte Controller erfüllt hier für mich genau seinen Zweck. Er bietet ein Interface, ohne im Weg oder zu kompliziert zu sein. Frei nach Dieter Rams: So viel Interface wie nötig, aber so wenig wie möglich. Die Oculus Go ist damit für mich auch die erste VR-Brille, die ich auch meiner Mutter ohne Erklärungen in die Hand drücken kann.

Die Oculus Go ist das erste VR-Gerät, das so einfach zu benutzen ist, dass ich es auch meiner Mutter ohne Erklärungen in die Hand drücken kann.

Dazu erwartet mich als Nutzer ein voller, aber vor allem auch kuratierter Store mit Anwendungen, Spielen, Videos, etc. (zu Gute kommt der Oculus Go, dass sie auf der gleichen technischen Plattform läuft wie die Samsung Gear VR). Gerade die Listen mit Vorschlägen helfen sehr, hier nicht haufenweise “Crap“ herunterzuladen, sondern tolle Spiele, Erlebnisse und Videos einfach und schnell zu finden und direkt vom Start loslegen zu können, ohne erst einmal nach guten Anwendungen und Erlebnissen suchen zu müssen.

Auch der Preis ein wichtiges Thema. Mit ca. 220€ bekommt man mit der Oculus Go das günstigste VR Erlebnis auf dem Markt. Die große Oculus Rift und die HTC Vive z.B. sind deutlich teurer und benötigen zusätzlich einen Highend Computer dazu. Die Gear von Samsung oder die Daydream von Google sind zwar günstiger, aber fordern zwingend bestimmte highend Smartphones. Und selbst die Cardboards aus Pappe brauchen immer noch ein highend Smartphone. Die Oculus Go funktioniert einfach so. Ist besser als viele andere Geräte und trotzdem unter dem Strich günstiger.

Das Spannendste Thema sind aber die Social- Features. Facebook selbst wirbt massiv mit den vielen Funktionen rund um die Vernetzung und das Zusammenbringen von Menschen. Gegeneinander spielen, Freunde treffen, an öffentlichen Events teilnehmen. Die virtuellen Welten aus unzähligen Science Fiction Geschichten und Filmen in der wir uns alle treffen, scheint auf einmal ganz nah. Und zwar nicht für eine technische Nerd-Elite, sondern wirklich für Alle.

So habe ich als Oculus Nutzer meinen eigenen virtuellen Raum, in den ich Freunde einladen kann. Na klar, so etwas gab es auch schon vorher. Aber hier funktioniert es einfach so gut und angenehm, dass man sich nach einer Session mit anderen Personen schon auf das nächste Treffen freut. Zugegeben, die Avatar, die „Büsten-ähnlich“ ohne Beine, sondern nur als Torso mit Kopf und einer Hand (der Controller Hand) angezeigt werden, sind kurz gewöhnungsbedürftig. Aber sie funktionieren dann erstaunlich gut. Erreicht wird das dadurch, dass sich die Köpfe der Avatare sehr natürlich und entsprechende der echte Kopfbewegungen bewegen. (Einschub: UX in VR/AR ist ein ganz eigenes spannendes eigenes Thema. Deswegen dazu hier nur wenig. Wir werden darüber noch einmal gesondert schreiben.)

Man kann gemeinsam Filme schauen, Spiele spielen oder sich einfach nur unterhalten. Durch die verbauten direktionalen Lautsprecher und das Mikrofon funktioniert auch die Unterhaltung miteinander ganz prima. Ich bin mir sicher, dass wir uns in naher Zukunft ganz natürlich in virtuellen Räumen treffen. AltspaceVR mit seinen Events z.B. zeigt da schon jetzt die Potentiale: öffentlich Vorträge/Lesungen/etc. in virtuellen Räumen an denen ich mit einem Klick teilnehmen kann. Oculus selbst steht mit Oculus Venues, die Ähnliches anbieten werden, in den Startlöchern. Spiele bieten längst eigene Multiplayer Events. Das Prinzip ist immer das gleiche: ich treffe mich mit Freunden oder auch fremden Menschen, spontan oder auch zu festen Events, unterhalte mich, höre/schaue zu, oder mache etwas gemeinsam.

Meine nächsten Events in der virtuellen Welt

Teilweise gibt es diese Apps oder auch Spiele mit Social und Multiplayer-Hintergrund natürlich auch schon länger. Aber jetzt, wo VR für jeden zugänglich wird, und damit die Nutzerzahlen signifikant und bald exponentiell steigen (da lasse ich mich gern festnageln), werden Multi-Nutzerszenarien richtig interessant. Bald werden öffentliche Vorträge oder z.B. auch Produktvorstellungen ganz selbstverständlich auch in VR stattfinden. Die Potentiale in dieser Richtung sind riesig und jede Marke muss jetzt auch darüber nachdenken, wie und mit welchen Events sie in Zukunft in der virtuellen Welt stattfindet.

Jede Marke muss jetzt darüber nachdenken, wie sie und ihre Produkte in der virtuellen Welt stattfinden.

Oculus Go erfindet die virtuelle Welt nicht neu. Es ist das Gesamtpaket, dass absolut überzeugend ist und entscheidenden Anteil daran hat, dass VR ab jetzt zu einem Massenphänomen werden wird:

  • Oculus Go macht VR für jeden ohne Vorwissen nutzbar. Sowohl Setup als auch Bedienung sind endlich wirklich einfach.
  • Das Angebot an Spielen, Erlebnissen, Videos usw ist durch die Kompatilibität zur Gear schon jetzt sehr groß. Jeder kann sofort loslegen und hat genug zum ausprobieren und entdecken.
  • Der Preis ist unschlagbar. Für 220€ bekommt jeder VR „Out of the Box”
  • Die Social Features und Apps sind der eigentlich Clou. Freunde treffen oder an öffentlichen Events im virtuellen Raum teilnehmen ist toll.

Oculus Go bietet – endlich – VR für Jedermann. VR wird aus seiner Nische befreit, es hält Einzug in den Alltag und in naher Zukunft werden VR Brillen ganz selbstverständlich auf den Wohnzimmertischen von uns allen liegen.

Das bedeutet auch, Unternehmen mit ihren Marken und Produkten müssen ab sofort die Weichen stellen, um in der virtuellen Welt stattzufinden.

Are you ready, Player One?

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Wir sind gespannt – auf neue Ideen und neue Leute.

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