Panos Meyer
Managing Director
@pame
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Transformation

Digitaler Budenzauber

Es gab eine Zeit, in der Angebot und Nachfrage ziemlich einfach zusammenfanden.

Eigentlich sollte das heutzutage noch viel besser gehen, schließlich kennen wir auf der einen Seite jede noch so kleine Zielgruppe und beobachten auf der anderen Seite ein immer breiteres Angebot und im Kern geht es immer noch um eine sehr einfache Mechanik, die die Wirtschaft treibt: das Befriedigen von Kundenbedürfnissen.

Doch leider gibt es ein Wettrüsten. Ein digitales Wettrüsten. Wer als Verbraucher heute in der digitalen Welt seine Bedürfnisse befriedigen möchte, kann oft sein wahres Wunder erleben. In der analogen Welt ist es einfach: der bescheidene Versuch in einem schwedischen Möbelhaus lediglich Teelichter zu kaufen endet oft damit, mit einer Wagenladung von Produkten auf dem Parkplatz zu stehen und sich zu fragen, wie das alles ins Auto passen soll. So weit, so gut, so einfach.

Online beginnt unsere Customer Journey meist über eine Suchmaschine oder in einem Social Network. Die digitale Aufrüstung, die uns als Verbraucher ab diesem Zeitpunkt begegnet, hat ein kaum beherrschbares Ausmaß angenommen. DSPs, DMPs, Behavioural Targeting, AI, RTB, Programmatic heißen die wahren Gegner unseres einfachen Wunsches nach Teelichtern.

All die Technologie soll letztlich ein personalisiertes Angebot präsentieren. Aber wer einmal mit dem Suchwort Versicherung oder Zahnschmerzen über Google seine Reise beginnt, erlebt die Realität. Ein digitaler Budenzauber, perfide orchestriert durch Algorithmen, Agenturen und Performance Marketing Freelancer, macht es schier unmöglich, das wirklich beste Angebot, das beste Produkt oder die beste Dienstleistung zu finden.

Im digitalen Wettrüsten scheinen die Sieger längst festzustehen. Es gewinnen nicht die mit dem besten Angebot, sondern die mit der besten Technologie. Und daneben gibt es noch die Ahnungslosen, die nicht einmal wissen, dass die Digitalisierung die Industrie auf den Kopf stellt, und glauben, dass Zalando ein Schuhhändler ist.

Sind wir verloren oder gibt es ein Happy End? Natürlich! Die Guten gewinnen immer und so werden sie sich auch in dieser Phase der digitalen Transformation behaupten. Am Ende zählt nämlich der nachhaltige Erfolg unserer Vermarktungsbemühungen, um die Kaufentscheidungen und Preisbereitschaften unserer Kunden. Es ist systemimmanent, dass der Algorithmus sich verbessert, sich verbessern muss. Doch wer hier schon durchatmet, sich zurücklehnt und in der analogen Zeitung blättern möchte sollte bis zum Ende lesen.

Der Gewinner bleibt auch die Technologie, die gute Technologie. Ohne den digitalen Budenzauber, sondern mit klarem Fokus auf Qualität und das optimale Matching von Angebot und Nachfrage. Und genau hier fängt die eigentliche digitale Transformation an. Mit Verständnis, Zugang und Offenheit für eben diese Technologie mit einer Unternehmenskultur, die bereit für Wandel ist. Sonst bleibt der Markt der Zukunft verschlossen. Das ist vielleicht die größte Hürde, die genommen werden muss.

Bleiben Sie mutig.

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