Amelie Jakob
Account Manager
@FrauAmelie
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Digital Marketing

Der Griff nach den Sternen. Was bringt die In-App-Bewertung?

Wann ist ein digitales Produkt erfolgreich? Auf die Gefahr hin, dass das zu kurz gegriffen ist: Wenn es eine intuitive und gute UX bietet und natürlich, wenn es von den Nutzern angenommen wird und somit zum Geschäftserfolg beiträgt.

Wir bauen digitale Produkte, perfekt zugeschnitten auf ihre Nutzer und deren Bedürfnisse. Sie sollen entlang der gesamten Customer Journey begleiten und inspirieren, informieren und beraten. Aber selbst wir — eine Digitalagentur mit jahrelanger Erfahrung auf diesem Gebiet — können nicht jeden Wunsch, jedes Bedürfnis der User im Vorfeld erahnen.

Deshalb freuen wir uns hier und da über einen Wink, ob wir in die richtige Richtung arbeiten. Und wer kann hier besser helfen, als natürlich der Nutzer selbst, der seine Customer Journey täglich lebt und genau weiß, was er braucht?

Das macht App-Bewertungen zu einem wichtigen Tool für beide Seiten — User und Anbieter. Denn hier hat der Nutzer eine Plattform, um Feedback zu äußern, das wir wiederum auswerten können, um unsere Produkte und die gesamte Strategie zur Digitalisierung weiter zu verbessern — Win-Win.

An dieser Stelle muss man sich aber an die eigene Nase fassen: Wie oft behält man kleine Verbesserungsvorschläge, Wünsche, aber auch Lob für sich, ist zu faul, den Apple App- oder Google Play-Store zu öffnen und eine Bewertung abzugeben. Da muss einen ein App-Update schon wahnsinnig aufregen oder enttäuschen, damit man den Weg über den Store auf sich nimmt.

Und das Ergebnis? Apps mit einer 6-stelligen Anzahl an monatlichen aktiven Nutzern haben gerade mal 400 Bewertungen. Und dabei beobachtet man zudem, dass andere Nutzer das Bewertungstool ebenfalls nur im Beschwerdefall nutzen.

Hier kommt nun die In-App-Bewertung ins Spiel: Apple stellt Entwicklern seit letztem Jahr eine neue Funktion zur Verfügung (SKStoreReviewController), die sich mit überschaubarem Aufwand in eine App integrieren lässt und es dem Nutzer ermöglicht, die App zu bewerten ohne sie zu verlassen. Die Frequenz, mit der die Funktion aufgerufen und somit eine Bewertungsanfrage verschickt werden kann, ist auf dreimal jährlich begrenzt. So werden Nutzer nicht genervt, können aber regelmäßig nach ihrer Meinung gefragt werden.

Best Practice: Durch die Integration dieser Funktion konnte CELLULAR die App-Bewertungen für die ZDF Mediathek versechsfachen, wodurch ein weitaus klareres Meinungsbild generiert wurde, das — nebenbei bemerkt — mit 4,5 Sternen auch wirklich erfreulich ist. Auf einmal bewerten nicht mehr nur die, die sich über die App oder bestimmte Funktionen beschweren möchten, sondern auch alle, die die App gerne und regelmäßig benutzen. Kaum jemand klickt das Dialogfenster einfach weg, denn egal, ob man “Not now” oder einen der Sterne auswählt, der Aufwand bleibt derselbe. Das Ergebnis: Mehr Bewertungen und vor allem mehr gute Bewertungen.

Die Auswirkungen dieses “kleinen” SKStoreReviewControllers führen aber noch weiter: Je mehr gute Bewertungen eine App erhält, desto höher wird sie gerankt und desto eher steigen die Downloadzahlen. Denn das Erste, was ein Nutzer sieht, wenn er im Store nach einer App sucht, ist die Anzahl an Sternen, die sie im Durchschnitt erhalten hat, sowie die Anzahl an Bewertungen, die abgegeben wurden. Dieser erste Eindruck kann natürlich ausschlaggebend bei der Entscheidungsfindung des möglichen neuen Nutzers sein — App installieren oder nicht? Denn Hand aufs Herz: Eine App, die nur eine Bewertung hat und/oder im Durchschnitt einen Stern, installiert man nicht — lebensnotwendig scheint sie nicht zu sein.

Hi Amelie, es wäre interessant zu wissen, wann man diesen Bewertungsdialog erstmals optimalerweise anzeigen lassen sollte? (Stefan Kögler)

Meiner Ansicht nach — und im Netz ist man sich dazu einig — macht es wenig Sinn, Usern gleich bei der ersten Nutzung der App eine Bewertungsaufforderung zu schicken. Auch direkt nach einem Update oder im Anschluss an ein technisches Problem, das möglicherweise zum Ausfall von Funktionen oder gar zum Absturz geführt hat, ist das wenig sinnvoll, wenn man sich mehr als einen Stern erhofft.

Strategisch günstige Zeitpunkte bzw. -räume sind beispielsweise:

#1 nach mehrfacher Nutzung innerhalb eines bestimmten Zeitraums (Das kann im Fall einer Social App mehrmals am Tag sein, im Fall einer Shopping-App mehrmals in der Woche.)

#2 nach erfolgreicher Conversion (Im Fall der Shopping-App wäre das im Anschluss an einen Kauf — besser noch: nach dem zweiten Kauf, denn erst der zeigt, dass der Nutzer mit dem ersten Kaufverlauf zufrieden war.)

Eine allgemeingültige Aussage zum perfekten Zeitpunkt für die Bewertungsanfrage lässt sich aber kaum treffen, da die ausschlaggebenden Parameter (Nutzungsdauer, -frequenz und -funktion) von App zu App völlig unterschiedlich sind.

So ist Nutzerfeedback ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen App und bei ihrer kontinuierlichen Weiterentwicklung: Indizgeber für mögliche Optimierungen der User Experience und ein Baustein im App Marketing.

Wir haben die Möglichkeit, uns die Bewertung direkt beim Nutzer abzuholen. Worauf warten wir?

Amelie Jakob
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